Drosos Stiftung


Drosos Stiftung

Eine gelbe Plastikente schwimmt von Zürich – oder von irgendwo auf dem Festland – ins Meer. Eine lustige Idee für ein Kinderbuch? Leider nicht, denn mit der Ente gelangen jährlich 6 Millionen Tonnen (6'000'000'000 Kilogramm) Plastikmüll über Flüsse, durch den Schiffsverkehr und auf anderen Wegen in die Weltmeere.
Seit langem bekannt, aber für die meisten Menschen unsichtbar, ereignet sich eine Umweltkatastrophe von ungeahntem Ausmass. Die Verschmutzung von grossen Meeresgebieten, mit kleinsten Plastikteilchen verunreinigtes Meerwasser und Millionen von verendeten Tieren sind die erschütternde Folge unseres Umgangs mit Plastik: konsumieren und wegwerfen – statt richtig entsorgen oder wiederverwerten.
Zum ersten Wirkungskreis der Drosos Stiftung gehören Umweltschutz und insbesondere auch der Schutz der Weltmeere. Mit Umweltschutz-Projekten befasst sich die Stiftung gegenwärtig im Palästinensischen Gebiet, in Ägypten und Marokko. «Endstation Meer? Das Plastikmüll-Projekt» kennt indessen keine Länder-Grenzen und thematisiert ein globales Problem. Die geografische Dimension und die Komplexität der Zusammenhänge zwischen Ursachen und Wirkungen stellen entsprechend hohe Anforderungen an die Ausstellungsmacher, umso mehr, als Menschen jeden Alters angesprochen werden sollen. Die Drosos Stiftung fördert auch schöpferische Tätigkeiten von Kindern und Jugendlichen und unterstützt daher gern auch die im Zusammenhang mit der Ausstellung geplanten Aktivitäten.
Auf seiner «Enten-Reise» durch die Ausstellung wird der Besucher in der Halle zuerst auf Plastikabfall aus den Weltmeeren stossen und sich dann mit wissenschaftlichen Analysen und Bildern sowie dem Thema Kunststoff auseinandersetzen. Vielseitige Herangehensweisen, die zu kreativem und aktivem Mitwirken anspornen, werden beim Besucher, bei der Besucherin, eine Sensibilisierung und Bewusstseinsveränderung bewirken. Ganz besonders freut uns, dass nach der «Uraufführung» durch das Museum für Gestaltung Zürich 10 weitere Museen in Europa diese Ausstellung zeigen werden.
Wir danken dem Museum für Gestaltung Zürich für seine wertvolle Arbeit und für den Mut, ein Projekt anzupacken, das für einmal am Ende der Kette des Designs beginnt: bei der Endstation Meer.

Stefan Kraft
Präsident des Stiftungsrats Drosos Stiftung

Jahresbericht 2015

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