Akteure und Initiativen


International


Algalita Marine Research Institute

Die 1994 von Captain Charles Moore in Kalifornien gegründete Organisation Algalita hatte ursprünglich zum Ziel, Seetangwälder vor der kalifornischen Küste zu retten. Mit Moores Entdeckung des so genannten «Great Pacific Garbage Patch» änderte sich 1997 der Fokus radikal. Heute widmet sich die unabhängige Non-Profit-Stiftung der Erforschung der Plastikverschmutzung und deren schädlicher Effekte auf die Meeresumgebung. Charles Moore definiert das Grundproblem folgendermassen: «Die Basis der Nahrungskette im Meer wird von einem nicht verdaubaren, nicht nahrhaften Material ersetzt, das mittlerweile die natürliche Nahrung an Gewicht und Anzahl überwiegt.»

www.algalita.org

5 Gyres

Die kalifornische NGO hat sich zum Ziel gesetzt, zur Reduktion der Plastikverschmutzung beizutragen, bis sich kein Plastik mehr in den Meeren befindet. Über Publikationen, Videobotschaften, Website, Blogs, Vorträge in Schulen und eine Wanderausstellung soll die Problematik einer breiten Öffentlichkeit bewusst gemacht werden. Gemeinsam mit den Partnerorganisationen Pangaea Explorations und der Algalita Marine Research Foundation werden Forschungsexpeditionen organisiert, um die Beschaffenheit und die Auswirkungen der grossen Plastikansammlungen in den fünf Meereswirbeln besser zu verstehen und Lösungsansätze zu entwickeln.

http://5gyres.org

Project AWARE

Die Stiftung Project AWARE vereinigt eine weltweite Bewegung von Scuba-Tauchern, die sich für den Schutz der Meeresumwelt einsetzt. Involviert sind Taucher aus über 180 Nationen. Schwerpunkte in ihrem Programm sind der Schutz von gefährdeten Haifischarten sowie der Kampf gegen Müll im Meer. Im Gegensatz zu vielen anderen Säuberungs-Initiativen konzentrieren sich die von Project AWARE organisierten «Dives Against Debris» auf die Unterwasserwelt. Ziel dieser Aktionen ist es letztlich, Daten zu sammeln und auch auf politischer Ebene zum Handeln anzustiften.

www.projectaware.org

Ocean Conservancy

1972 als «Center for Environmental Education» in Washington D.C. gegründet, widmet sich die private Non-Profit Organisation vor allem dem Schutz der Meere. Themen sind unter anderem: saubere Gewässer, Fischbestände, Biodiversität und Schutzgebiete. Ocean Conservancy organisiert den jährlich im September durchgeführten «International Coastal Cleanup Day», der 2011 zum 25. Mal stattfand. Über 600‘000 Freiwillige aus 114 Ländern haben 3‘945 Tonnen Müll von Stränden und Ufern entfernt. Gesammelt wird aber nicht nur Abfall, sondern auch standardisierte Daten über Anzahl und Beschaffenheit des Mülls. Die Daten werden ausgewertet und in einem Jahresbericht veröffentlicht.

www.oceanconservancy.org

NOAA

Die nordamerikanische Behörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) ist zu einem wichtigen Akteur in Fragen der Plastikverschmutzung der Meere geworden. Im Fokus von NOAAs Strategieplan stehen die Verfügbarkeit und Qualität von Frischwasser, Auswirkungen von extremen Wettererscheinungen, Bevölkerungsdruck auf die Küsten, Erschliessung und Management von Meeres- und Küstenressourcen und vor allem die tiefgreifenden Auswirkungen des Klimawandels auf Gesellschaft und Umwelt. Plastikmüll ist ein wichtiges Thema in ihrem Marine Debris Program. Neben Forschungs- und Öffentlichkeitsarbeit arbeiten sie an diversen Projekten, wie etwa der Marine Debris Tracker App, über die man per GPS Meeresmüll verorten und melden kann.

www.noaa.gov
http://marinedebris.noaa.org

UNEP

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) engagiert sich mit verschiedenen Aktivitäten für den Meeresschutz. Im Rahmen der «Global Initiative on Marine Litter» steht auch das Problem des maritimen Plastikmülls im Fokus. Die Initiative wird vom Koordinationsbüro des Regional Seas Programmes und dem Global Programme of Action (GPA) geleitet. In dieser Zusammenarbeit sind bereits zahlreiche Publikationen, Kooperationen und Aktionen entstanden. Unter anderem war die UNEP Mitorganisatorin der 5th International Marine Debris Conference. Zudem werden Strategien entwickelt, die von regionalen Akteuren übernommen werden können.

www.unep.org
www.gpa.unep.org

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