Trashy Mittwoch


Plastik in Zürcher Gewässern


Plastik in Zürcher Gewässern
Die Idee zu einem Trashy Mittwoch mit Andrea Kuster, ehemalige Meeresbiologiestudentin und angehende Grafikdesignerin, enstand in Folge einer Begegnung und spontanen Zusammenarbeit im Raum der bereits seit einiger Zeit laufenden Ausstellung. Eine Arbeit von SchülerInnen des Universikums, die gefundenes Schwemmgut aus der Sihl mit Gedichten interpretierte, sprach Andrea Kuster auf besondere Weise an. Sie selbst befasste sich seit einiger Zeit in einer grafischen Arbeit mit «Trouvaillen» aus dem Seebecken und der Limmat: Was ist am linken Seeufer zu finden? Was am rechten? Wie verhalten sich die Fundstücke zueinander? Das Interesse für das Schwemmgut aus Zürich führte die Grafikdesignerin ins Limmatkraftwerk, wo sie von dem Mitarbeiter Martin Fricker Geschichten zu besonderen Fundstücken erfuhr. Diese illustrierte sie grafisch. Diebesgut, Flaschenpost, Holzskulpturen aber auch Tierkadaver – zahlreich und überraschend sind die Dinge, welche sich im Kraftwerk einfinden.
Spannende Blickpunkte auf Zürich für interessierte BesucherInnen der Ausstellung!

Zuerst fand eine Einführung in Andrea Kusters Arbeit sowie in andere Formate der Ausstellung statt, in denen das Thema Plastik im Wasser lokal angebunden wird. Dazu zählte unter anderem die Film- und Fotoaktion zur Street Parade 2012. Anschliessend wurde eine Führung durch das Limmatkraftwerk angeboten. Vorangemeldete sowie spontan Entschlossene nahmen an der Veranstaltung teil. Diese hangelte sich einerseits an den Geschichten der Trouvaillen aus der Arbeit Andrea Kusters entlang, als auch an der Vergangenheit und Aktualität des Kraftwerks. Nebst der Vorführung eines Reinigungsrechens sowie Erläuterungen zur Stromherstellung des Werkes, erwartete uns dort ein Mini-Müllstrudel mit plastikverschlingenden Enten sowie eine Flaschenpost. Bei einem abschliessenden Apéro wurde das Problem des Kunsttsoffs im Wasser diskutiert, bis sich das Gespräch von alleine auflöste und die TeilnehmerInnen wieder ihrer Wege gingen. Sicher mit viel neuem Stoff zum Nachdenken …

Mittwoch, 5. September 2012

Konzept und Umsetzung: Amanda Unger, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Vermittlung; Andrea Kuster, Grafikdesignerin
Partner: Limmatkraftwerk Zürich
Mit Dank an Romano Perotto, der uns auf informative sowie unterhaltsame Art durch das Werk zu führen wusste.

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