Schulworkshop


Von Plastikinseln
und Müllmusik

Kooperation schule&kultur


Von Plastikinseln und Müllmusik
In Kooperation mit schule&kultur fanden mehrere Workshops für Schulklassen statt. Zu Beginn konnten die SchülerInnen in einem grossen Kissen verschiedene Plastikgegenstände ertasten und anschliessend Zeichnen. Diese sinnliche Annäherung an Plastik zeigte eindrücklich die vielfältigen Eigenschaften des Materials auf. Anhand von Suchbildern setzten die SchülerInnen sich mit dem grossen Müllberg in der Ausstellung auseinander. Die abgebildeten Gegenstände die wiedergefunden werden sollten, zeigten ihnen die Zusammensetzung und vielfältigen Plastikabfälle die sich im Plastikschwemmgut finden lassen auf. Anhand der Grafiken in der Ausstellung wurden anschliessend die Fragen behandelt, wie lange Dinge im Wasser brauchen, bis sie abgebaut sind und wie der Plastik überhaupt ins Meer kommt. Warum Plastik im Meer nicht kaputt geht, wurde den SchülerInnen anschaulich durch ein kleines Experiment und die daraus mitgebrachten Gegenstände erklärt. Eine Bananenschale und ein Schokoladenpapier wurden eine Woche in einem Kompost liegen gelassen. Anschliessend war die Bananenschale schwarz und schon etwas zersetzt, die Plastikverpackung war hingegen unverändert. Wie sich Plastik auf die Tierwelt auswirkt erfuhren die SchülerInnen anhand der Bildserie von Künstler Chris Jordan über Albatrosse, die an Plastik im Magen verenden, oder in einem Stop-Motion Film über die Anreicherung von Mikroplastik in der Nahrungskette. Nach diesem Input konnten sich die SchülerInnen in einer kurzen Pause erholen. Gestärkt konnten sie an der grossen Tafelwand im Aktionsraum ihre Meinung und ihre Lösungsvorschläge zu der Problematik Müll in den Meeren aufschreiben und zeichnen. Die Weiterverwendung von Plastikmüll als eine Lösung durften die SchülerInnen dann auch selbst ausprobieren. Aus Trinkhalmen lässt sich mit einem kleinen Einschnitt eine einfache Pfeife herstellen und sogar die Tonhöhe kann durch das Kürzen der Länge des Strohhalms beeinflusst werden. Als Orchester veranstalteten die SchülerInnen mit ihren Strohhalmen ein Pfeifkonzert. Das innovative Musikinstrument durften sie anschliessend mit nach Hause nehmen.

Die Wokshops fanden im Verlauf der Ausstellung immer Dienstags und Mittwochs im September und Oktober statt.

Konzept und Umsetzung: Nora Steimann, Kulturvermittlerin

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