Installation Plastik- schwemmgut

Museum für Gestaltung Zürich


Drei Tonnen Strandgut im Museum
Das Herzstück der Ausstellung war eine substantielle Menge Original-Plastikschwemmgut. Die zentrale Installation brachte ein für viele Europäer abstraktes Phänomen anschaulich vor die eigenen Füsse. Der Plastikmüll wurde bei Strandsäuberungen auf Kaho‘olawe auf Hawaii, auf Sylt an der Nordsee und auf Fehmarn an der Ostsee gesammelt, wobei der grösste Anteil aus dem Pazifik stammte.
Die Umsetzung der Installation war mit grossem logistischem Aufwand verbunden. Neben Schwierigkeiten bei der Einfuhr und offenen Fragen hinsichtlich Zwischenlagerung und Aufbau, gab es auch Bedenken bezüglich des Zustands des Mülls. Dank vielseitiger Unterstützung durch verschiedene Partner und der hervorragenden Leistung der Freiwilligen Sammler, konnten aber alle Probleme gelöst werden.
Mitte Juni wurden dann gut drei Tonnen Strandgut mit Handschuhen und Atemschutz ins Mittelschiff der Ausstellungshalle gekippt. So entstand eine riesige Installation aus wirr durcheinander liegenden Fischernetzen, Plastikflaschen, Getränkekisten, Bojen und vielem mehr. Die Wucht der Masse aber auch die unbeschönigte Präsenz unseres Zivilisationsmülls direkt auf dem Museumsboden waren sehr eindrücklich. Die Plastikmüll-Installation vermittelte ein starkes Bild und eine eindeutigen Botschaft – umso mehr, wenn man sich bewusst machte, dass die ausgestellte Menge etwa alle 15 Sekunden in die Weltmeere gelangt.

Video vom Aufbau und Abbau anschauen

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